Wie in anderen Fertigungsbetrieben und Volkswirtschaften auch umschreibt die Lohnfertigung in der Metallindustrie die Abgabe bzw. Auslagerung von Unternehmensaufgaben an Drittunternehmen. Als Lohnfertigung oder auch Lohnarbeit bekannt, ist die “verlängerte Werkbank” als Instrument des Outsourcing der Auftragsherstellung.

Die sogenannten Lohnbetriebe übernehmen dann die Herstellung bestimmter Produkte in unterschiedlichen Qualitäten, je nach Anforderung. Die Produktion erfolgt per Auftragsbearbeitung in Form der Lohnherstellung.

Teils übernehmen modernst ausgestattete Maschinenbau-Unternehmen oder komplette Fertigungszentren die Abarbeitung der Aufträge für komplexe Teile oder große Fertigungs-Serien mit großen Losmengen.

Neben einem Wegfall der Teilproduktion von Baugruppen, Teilen, oder ganzen Anlagen ist auch eine Kooperation oder eine Ausgründung in ein eigenes Unternehmen möglich.

Häufige Gründe für die Lohnfertigung sind besonders hohe Qualitäten, weclhe im eigenen Betrieb aufgrund Herstellungstechnischer Ursachen nicht erfüllt werden können, unzureichendes Fachwissen oder allgemeiner mangel an qualifiziertem Personal, oder ein ungenügendes Preis-Leistungsverhältniss im Hauptbetrieb.

Weitere Vorteile der Auftragshersteller können unter anderem die Nähe zu erforderlichen Rohstoffen, der Zugang zu anerern / innländischen Absatzmärkten, die politische Unterstützung, oder oftmals auch ein niedriges Lohnniveau ( Bspw. bei der Lohnfertigung in der Slovakei, Tschechien, Polen, Russland, Rumänien, China, oder vielen anderen “Niedriglohn”-Ländern). Die jeweiligen Länder und Ihre Arbeiter profitieren hierbei meist vom Ausbau der Infrastrucktur, der Qualifizierung von Facharbeitern und der Steuereinnahmen und den Zollgebühren.

Häufige Nachteile der Lohnarbeit liegen in der Unterqualifizierung der Arbeiter, möglicherweise mangelnde Fertigungsqualitäten, Wechselkursrisiken und inkompetenten Banken und in der Abhängigkeit von der Weltwirtschaft und den internationalen Finanzströmen.

Dennoch sprechen wichtige Aspekte immer wieder die ausschlaggebende Rolle:

Schwankender Kapazitätsbedarf, Prozess-technische Gründe, Strategische Gründe, und die Kostenersparnis.

Die Aufgabengebiete liegen meist in einem dieser Fertigungsverfahren: Urformen, Umformen , Trennen, Fügen, Beschichten, Änderung der Stoffeigenschaftenoder einer Kombination dieser Verfahren.

Meist sind die betreffenden Betriebe auf das Drehen, Fräsen, Montieren, Kompletrieren, Verpacken usw. spezialisiert.

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