Grundwissen und Fachwissen im Bereich Metall-Technik
20 Nov
Im Grunde beantwortet die Messmittelfähigkeit die Frage ob ein Messgerät zur Messung eines Werkstückes eingesetzt werden darf oder nicht.
Folglich gelten Messmittel als fähig, wenn die Messgerät-Unsicherheit maximal 10% der Maßtoleranz oder der Formtoleranz beträgt. (Uzul=1/10 * T)
Messgeräte mit einer geringeren Unsicherheit sind ebenfalls geeignet, jedoch unverhältnismäßig teuer. Bei einer zu hohe Messunsicherheit würde viele Werkstücke nicht eindeutig als Ausschussteil bzw. Gutteil erkannt werden.
Dieses Verfahren sichert eine Übereinstimmung des Messwertes mit der Toleranz des des Werksückes da die Messwerte im definierten messtechnisch sicheren Bereich liegen. Je größer die Unsicherheit eines Messgerätes ist, umso kleiner ist der messtechnisch sichere Bereich.
Andere Fachbegriffe wie Standardmessunsicherheit, Standardunsicherheit oder auch Unsicherheit stehen ebenfalls für den Begriff der Messmittelfähigkeit. Der früher übliche Wortlaut “Fehler” ist nicht mehr üblich.
In der Fertigung werden Messgeräte eingesetzt die im Vergleich zu Werkstück-Toleranz eine vernachlässigbar kleine Messunsicherheit aufweisen.
Die Beurteilung des Messunsicherheit ist mittels Tabellen oder Erfahrungswerten näherungsweise möglich.
Bei neuwertigen mechanischen Handmessgeräten betragt die Unsicherheit ca. einen Skalenteilungswert (1 SKW). Bei elektronischen Messgeräten geht man von ca drei Ziffernschrittwerten aus (3 ZW).
20 Nov
Alle Messgeräte weisen je nach Bauart und den Einsatzbedingungen eine mehr oder weniger große Messunsicherheit auf.
Bei dem Einmessen bzw. der Kalibrierung von Messgeräten werden die gemessenen Größen mit der Größe eines Referenz-Stückes oder eines Normals verglichen. Hierbei wird ermittelt wie hoch die maximale Abweichung A (A=Xmax-Xmin) und die mittlere Abweichung zum Referenzteil ist. Bei Messgeräten mit gesetzlich vorgeschriebener Kalibrierung ist eine amtliche Eichung erforderlich. Für Fertigungsmessgeräte ist eine Eichung nicht erforderlich.
Eine interne Kalibrierung dient lediglich dazu die Messgeräte auf einen firmeneigene Norm zu stellen.
Rückführbar kalibrierte Messgeräte hingegen ermöglichein eine weltweite Vergleichbarkeit der Messergebnisse. Diese Messungen sind nur mit Referenz-Messgeräten möglich.
Beim Kalibrieren wird folglich ein Messgerät überprüft indem die gemessenen Werte mit bekannten Werten verglichen werden. Die Differenz bezeichnet man als Abweichung oder auch Messtoleranz.
Beim Justieren wird ein Messgerät so korrigiert, dass die Messabweichung möglichst klein wird. Meist ist dies mit einer Stellschraube oder einem speziellen Schlüssel möglich. Oder am Beispiel einer Waage das ändern der Gewichte.
Das Einstellen bedeutet das Messgerät auf einen bestimmten Wert einzustellen. Die Korrektur der Nullstellung fällt in diesen Bereich.
Ob es zulässig ist ein Werkstück mit einem bestimmten Messgerät zu prüfen ergibt sich aus der Messmittelfähigkeit und der vorgegebenen Werkstück-Toleranzen.
19 Sep
Der Universal-Winkelmesser ermöglicht das Messen von Winkeln an Werkstücken. Die geläufigen Winkelmesser werden aus rostfreiem Stahl gefertigt. Die Skala ist zum blendfreien ablesen mattverchromt. Die Standart-Variante besteht aus zwei Schenkeln, wobei einer über einen halbrunden Bogen mit einer Skala von 0° bis 180° verfügt. Der Andere Messschenkel ist am Ende der Skala in Feilform zugespitzt.
Ebenfalls können Winkelmesser mit einer feineren Teilung und einer Lupe als Ablesehilfe bestellt werden. Diese Messgeräte haben einen Meßbereich von 0° bis 360° und verfügen über eine Feststellschraube.
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