Grundwissen und Fachwissen im Bereich Metall-Technik
1 Okt
Das Fertigungsverfahren Umformen umschreibt das plastische Verformen eines festen Werkstückes oder auch eines Vorproduktes. Bei diesem Verfahren bleibt der Stoffzusammenhalt des Werkstoffes erhalten.
Die fünf wichtigsten Verfahren des Umformens unterteilen sich in
Die wesentlichen Vorteile des Umformens liegen in der verbesserten Festigkeit, einen nicht unterbrochenen Faserverlauf, einer guten Maßgenauigkeit und Formgenauigkeit. Zudem lassen sich auch kompizierte Formen ohne Werkstoffverlust produzieren. Bei hohen Stückzahlen ist dieses Verfahren besonders kostengünstig.
Die Umformbarkeit ist an notwendige Eigenschaften geknüpft. Nur Werkstoffe mit genügender Zähigkeit sind überhaupt umformbar. Aluminiumlegierungen und unlegierte Stähle lassen sich besonders gut umformen.
Das Kaltumformen wird bei Raumtemperatur durchgeführt. Bei diesem Verfahren verfestigt sich jedoch das Material was durch Zwischenglühen beseitigt werden muss. Das Zwischenglühen beugt Rissbildung vor und verhindert die Versprödung des Werkstückes.
Beim Warmumformen muss die Werkstückstemperatur über der Rekristallisationstemperatur des jeweiligen Materials liegen. Gegenüber dem Kaltumformen werden hierbei geringere Umformkräfte benötigt, was sich in einer besseren Verformbarkeit wiederspiegelt. Die Gefahr der Rissbildung, als auch die Versprödung des Materials sind ebenfalls geringer als beim Kaltumformen.
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