Grundwissen und Fachwissen im Bereich Metall-Technik
20 Okt
Bei der Härteprüfung nach Vickers (HV) wird ein pyramidenförmiger Diamant als Eindrückkörper verwendet, dessen Spitze in die Probe gedrückt wird um die Vickershärte zu bestimmen.
Diese Härteprüfung wird in der Regel mit Universal-Härteprüfmaschinen ausgeführt.
Nach einer bestimmten Zeit (meist 10-15 Sekunden) wird der Diamant-Eindrückkörper angehoben und zur Seite bewegt.
Der entsandene Pyramideneindruck wird über eine optische Vergrößerungseinrichtung auf einen Leuchtschirm projiziert. Dort werden mittels beweglicher Messscheinen die Diagonalen des Eindrucks ausgemessen und ein Mittelwert errechnet d=(d1+d2):2 .
Falls der Prüfkörper-Eindruck möglichst klein sein soll wird die Kleinlasthärteprüfung bzw. die Mikrohärteprüfung nach Vickers angewendet, welche meist bei fertigen Werksücken oder der Prüfung dünner Härteschichten eingesetzt wird.
Die Prüfkräfte betragen bei der Kleinlasthärteprüfung 2 - 50 Newton. Daraus ergeben sich Einpresstiefen die unter einem Mikroskop ausgewertet werden.
Für die Vickers-Härteprüfung im Mikrobereich werden Prüfkräfte unter 2 Newton eingesetzt.
Vorteile der Härteprüfung nach Vickers:
Nachteile der Härteprüfung nach Vickers:
Das Vickers-Kurzeichen setzt sich aus einem Härtewert, dem Kennbuchstaben HV und den Prüfbedingungen (Prüfkraft & Einwirkdauer) zusammen.
Beispiel zum Ablesen der Vickers Härteangaben am HV-Kurzzeichen
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