Grundwissen und Fachwissen im Bereich Metall-Technik
21 Okt
Bei der Härteprüfung nach Rockwell können sowohl harte als auch weiche Werkstücke geprüft werden. In diesem Härteprüfverfahren ist die Eindrucktiefe eines Prüfkörpers in den Werkstoff zur Bestimmung des Härtegrades entscheident. Bei der Rockwell-Härteprüfung ist eine Messuhr mit dem Prüfkörper verbunden, welche die Bewegung des Prüfkörpers in das Material start vergrößert wiedergibt.
Die Rockwell Härteprüfung setzt sich aus vier Arbeitschritten zusammen:
Aufgrund des breiten Einsatzgebietes der Rockwell-Härteprüfung und diverser Materialien unterschiedlicher Härte und Eindringtiefen wurden Elf Skalen (A, B, C, D, E, F, G, H, K, N, T) genormt um dem entgegen zu kommen. (Normal-Rockwell, Super-Rockwell,…) Weitere Informationen hierzu sind in der DIN EN ISO 6508-1 definiert.
Im Allgemeinen verwendet man für harte Werkstoffe einen Diamantkegel mit einem Spitzenwinkel von 120° (HRC,HRD,HRA).
Für weiche Werkstoffe benutzt man eine Hartmetallkugel von 1,59 mm (HRB,HRF,HRG) oder auch 3,175mm (HRE,HRH,HRK) Durchmesser.
Zudem werden für unterschiedlich harte Werkstoffe auch unterschiedliche Prüfkräfte eingesetzt (HRA= F490,3N ; HRB=F882,6N ; HRC=1373N).
Das Rockwell-Kurzzeichen setzt sich aus dem Härtewert und dem Zeichen für das angewendete Verfahren zusammen.
Beispiel zum Ablesen der Härteangaben am Rockwell-Kurzzeichen:
21 Okt
Bei der Härteprüfung nach Brinell (HBW) wird eine Prüfkugel aus Hartmetall als Eindruckkörper verwendet um den Brinellhärte-Wert zu ermitteln. Da es unterschiedlich große Prüfkugeln für die Brinell Härteprüfung gibt (1 ; 2 ; 2,5 ; 5 und 10 mm) muss eine dazu entsprechende Prüfkraft eingestellt werden, die aus Tabellen zu ntnehmen ist.
Die Prüfkräfte müssen so eingestellt werden dass der Beanspruchungsgrad kleiner als 0,102 x F/D² ist.
Mit der Brinellhärteprüfung können allerdings nur weiche bis mittelharte Werkstücke auf ihre Härte hin geprüft werden.
Die Härteprüfung nach Brinell wird in der Regel auf einer Universal-Härteprüfmaschine durchgeführt.
Nachdem eine geeignete Prüfkraft an der Härteprüfmaschine eingestellt wurde wird der kugelförmige Prüfkörper in das Werkstück gepresst. Nach einer bestimmten Einwirkdauer (z.B 10-15s) wird die Probe entlastet und der Eindrückdürchmesser gemessen. Hierbei ist der Mittelwert zweier Durchmesser-Messungen zu bilden.
d=(d1+d2)/2
Der Brinell-Härtewert wird mittels der Prüfkraft und dem Durchmesser des Eindrucks aus Tabellen ermittelt oder mit einem Auswertecomputer bestimmt.
Vorteile der Härteprüfung nach Brinell:
Nachteile der Härteprüfung nach Brinell:
Das Brinell-Kurzzeichen setzt sich aus einem Härtewert, dem Kennbuchstaben HBW dem Prüfkugeldurchmesser, der Prüfkraft sowie der Einwirkdauer in Sekunden zusammen.
Ein Beispiel zum Ablesen einer Härteangabe nach Brinell: